Ankunft im neuen Zuhause
 

Bitte Korb und Decke hinrichten, der Hund sucht sich seinen Platz allerdings selber aus (in der Regel da wo er sich sicher und wohl fühlt) und entsprechend muss der Korb umgestellt werden. Es ist sein Platz und er sollte sich jederzeit dorthin zurückziehen können ohne gestört zu werden, das muss von allen Mitgliedern der Familie akzeptiert werden, besonders auch von den Kindern. In seinem Korb wird der Hund in Ruhe gelassen und nicht gestört!!!! Kleine Hunde haben gerne "Höhlen", scheue Hunde ebenso, d.h. man kann einen Tisch mit Tüchern und Decken abhängen und ihm seinen Korb dort hinein stellen. Ein Hund sucht sich selber einen in seinen Augen sicheren Platz, er hat immer seine Gründe. Logischerweise liegt ein Hund lieber weich als hart, bei manchen Rassen und deren Gemische erzeugen harte Plätze sofort Liegeschwielen. Windhunde haben kein Unterfett, müssen also weich liegen, große Hunde aufgrund ihres Knochenbaus sowieso. Ein Hund möchte gerne bei "seinem Rudel" sein, auch nachts, ist dies nicht möglich, so bitte jedoch alle Türen offen lassen, damit er zumindest hören kann, wo sich sein Rudel aufhält. Einen Hund sperrt man niemals weg. Bitte keine Partys feiern oder den Hund von Ort zu Ort schleppen, er soll sich in Ruhe eingewöhnen können und Stress, Trubel und laute Stimmen belasten ihn. Bitte immer mit ruhiger Stimme ansprechen, die Hunde aus diesen Ländern sind äußerst sensibel, am besten funktioniert ein ganz normaler Umgang mit dem Hund als wäre er schon immer da. Mitleid ist fehl am Platze, er hat es jetzt gut und ständiges Trösten verstärkt nur die Unsicherheit des Hundes und macht Trauer und Angst schlimmer.

Fazit: Die ersten Tage ist weniger mehr, also lieber mal ignorieren und kein Aufhebens von dem neuen Familienmitglied machen als ihn ständig zu beobachten und ihm hinterherzugehen, ihn zu trösten und zu gängeln.

Ist der Hund schon stubenrein oder muss ich ihm das noch beibringen?

 

Die meisten Hunde sind von sich aus sauber, ausgenommen natürlich Welpen. Durch die Umstellung im neuen Zuhause oder auf dem Pflegeplatz kann natürlich die ersten Tage einiges daneben gehen. Es kommen auch Durchfälle vor, ausgelöst durch Futterumstellung, Transport, eventuelle Infektionen oder durch die Entwurmung, die die ersten Tage zwingend erfolgen muss.

 

Wenn der Hund reingemacht hat, bitte mit einem klaren "Nein" darauf hinweisen, dass dies ein unerwünschtes Verhalten ist. Anschließend sofort mit ihm ins Freie auf Gras gehen, damit er verknüpfen kann, dass das Geschäft dort hin gehört und nicht ins Haus. Bei Erfolg draußen überschwänglich loben und Leckerlis geben. Auf keinen Fall schimpfen. Achten Sie lieber selbst auf Unruhe des Hundes, ob er fiept oder das Zimmer verlässt. Seine Signale lernen Sie mit der Zeit kennen, so dass Sie rechtzeitig reagieren können. Gehen Sie grundsätzlich anfangs oft mit ihm raus und sparen Sie nicht mit Lob.

Spaziergänge / Auslauf


Bitte grundsätzlich immer ein Geschirr verwenden. Es ist zum Einen sicherer (rausschlüpfen) als ein Halsband und schont die Wirbelsäule mehr als ein Halsband. Ein Geschirr sollte so angepasst werden, dass es nirgends reibt und drückt. Bitte die Hunde nicht unterschätzen, denn durch ruckartiges rückwärts laufen, können sie sich irgendwie aus dem Geschirr heraus winden, besonders die schmalen und dünnen Hunde. Der Hund sollte außerdem unbedingt mit Namen, Adresse und Telefonnummer gekennzeichnet werden.


Die ersten Tage keine "Gewaltmärsche" dem Hund abverlangen, er muss erst Kondition erlangen und wieder Muskeln aufbauen. Sowohl sein Stoffwechsel als auch die Muskeln sind durch längeren Aufenthalt in der Perrera oder Hundepension nicht in der Lage, einem normalen Hund zu folgen. Wir empfehlen dreimal täglich eine halbe Stunde Gassi inklusive nach Möglichkeit toben mit anderen Hunden ist für die erste Zeit ausreichend. Keine Shoppingtouren oder Besuche bei Freunden, dies wäre für die ersten Tage völlig unsinnig und fehl am Platze. Später braucht der Hund natürlich durch langsame Steigerung längere Strecken und gegebenenfalls auch den Besuch einer Hundeschule oder einer Spielgruppe.


Von der Leine lassen ist erst möglich, wenn der Hund eine feste Bindung zu seiner Familie aufgebaut hat und auf Zuruf sofort zurückkommt. Das muss vorher ausgiebig an der Schleppleine geübt werden. In einem gesicherten Auslauf, z.B. Reithalle oder dicht und hoch umzäuntes Gelände, kann man den Hund toben lassen.

 

Was muss ich füttern und was kann ich dem Hund Gutes tun?

 

Bitte füttern Sie keine zu großen Mengen auf einmal! Lieber weniger, dafür aber öfter füttern. In den ersten Tagen sind 3-4 kleine Mahlzeiten pro Tag angesagt.

Fast alle Hunde haben bedingt durch die Futterumstellung, Transportstress etc. die ersten 2-3 Tage Durchfall (siehe GESUNDHEIT). Wenn der Durchfall nicht länger dauert oder extrem dünnflüssig oder gar blutig wird, ist das kein Anlass zur Sorge. Wenn Sie unsicher sind, was Sie tun sollen, rufen Sie bitte umgehend bei ihrem Ansprechpartner der EU-TIERHILFE Treue Hundeseelen an!

Bitte denken Sie daran, dass die Hunde in Spanien oft Reste und Abfälle, also kein ausgewogenes Futter bekommen. Füttern Sie die ersten Wochen protein- und fettarmes Futter (Proteingehalt max. 20-22 %, Fettgehalt 9-12 %), das bekommt den Tieren wesentlich besser, als wenn Sie Ihren neuen Freund mit qualitativ hochwertiger, oft sehr teurer Nahrung etwas Gutes tun wollen. Das Futter können Sie bei Bedarf nach einigen Wochen immer noch langsam wieder umstellen. Dem Hund ersparen Sie somit oft Verdauungsprobleme und Durchfall. Bei vielen gängigen Futtermarken handelt es sich um frittiertes, viel zu hoch proteiniertes Futter.

Bitte nicht unmittelbar nach dem Füttern toben lassen. Besonders bei großen Hunden und Hunden der Rasse Dobermann, Boxer, Windhund und Schäferhund besteht aufgrund ihrer tiefen Brust und der sehr hochgezogenen Bauchlinie erhöhte Gefahr der Magendrehung!!!!).

Gönnen Sie Ihrem Hund nach dem Fressen 2-3 Stunden Ruhe.

VERBOTEN SIND Leckerlis, Ochsenziemer, Schweineohren, Büffelhautprodukte und alles was schmeckt, der Hund aber (noch) nicht kennt. Milchprodukte wie Quark, Joghurt oder Hüttenkäse kann man ausprobieren, man merkt schnell, ob es der Hund verträgt oder nicht.

Wenn Sie Ihrem Hund etwas Gutes tun möchten, geben Sie ihm anstelle von Leckerchen ein Stück hartes getrocknetes Brot, ein hart gekochtes Ei (max. 3x pro Woche), ein klitzekleines Stückchen mageren Hartkäse oder auch ein Stückchen Banane sind erlaubt. Bei DURCHFALL bitte kein Grau- oder Schwarzbrot, sondern getrocknetes Weißbrot/Brötchen anbieten.

 

Trinken

 

In den ersten Tagen kann es sein, dass der Hund extrem viel trinkt. Das ist sehr gut und kein Anlass zur Sorge (Niereninsuffizienz). Sie sollten ihn dann allerdings öfter nach Draußen führen, damit er seine Blase entleeren kann. Es ist ratsam ihrem Hund unmittelbar vor dem Schlafen gehen KEINE großen Mengen Wasser anzubieten. Allerdings bedeutet das nicht, ihm das Wasser komplett zu entziehen. Bieten Sie ihm für die Nacht eine kleine Ration an – Verdursten soll er ja schließlich nicht.

Baden

 

Ein Hund soll generell wenig gebadet werden, schon gar nicht mit scharfen Shampoos etc. Da die Hunde allerdings oft direkt aus der Tötungsstation kommen, kann es dennoch notwendig sein. Bitte den Hund in die Dusche stellen und lauwarm vorsichtig abduschen, durchshampoonieren und abtrocknen. Danach trocken föhnen, aber nur wenn er keine Angst vor dem Föhn hat. Nicht rausgehen oder rauslassen, sondern im Haus bleiben, bis er wieder vollständig trocken ist, um eine Erkältung zu vermeiden.

Gesundheit
 

Gesamtbild

 

2-3 mm große, weiße Schuppen sind reine Stressschuppen!!! Ihr Hund HATTE DEFINTIV Stress, auch wenn er sich jetzt bei Ihnen sehr wohl fühlt und alles in Ordnung zu sein scheint. Die Haut ist der Spiegel unserer Seele und auch der Spiegel der Seele des Hundes. Diese Schuppen verschwinden nach den ersten Tagen von ganz alleine. Diese Schuppen haben NICHTS mit trockener Haut zu tun.

Schorfige, krustige Hautstellen sind in den meisten Fällen Schmutzekzeme. In wenigen Tagen werden diese verschwinden... spätestens nach dem ersten Regenspaziergang, den Sie mit Ihrem Hund unternehmen. Solange diese Haustellen nicht nässen oder entzündet sind, besteht kein Grund zur Sorge.

Liegeschwielen an den Gelenken kann man mit panthenolhaltiger Salbe (Bepanthen) oder besser noch NEO-BALISTOL (Hausmittel aus der Apotheke) einreiben. Sobald diese Liegeschwielen weich werden, fallen die Ver-krustungen ab. Darunter kommt meist gerötete nackte Haut zum Vorschein. Keine Sorge, das ist normal.

Wenn Ihrem Hund die Nase läuft (es rinnt wässrige, klare Flüssigkeit aus der Nase) – keine Angst – das ist eine typische Stressreaktion und hat nichts damit zu tun, dass der Hund krank ist. Auch diese Stressanzeichen werden in Kürze verschwinden.

Mit verklebten, eitrigen Augen kommt fast jeder Hund bei uns in Deutschland an. Der Frachtraum im Flugzeug ist kalt und auch die lange Fahrt in einem Transporter (Landweg) ist eine "zugige Reise". Wischen Sie die Augen mit einem in lauwarmem Wasser getränkten Tuch ab. Gehören die "Schmutzaugen" nach 3 Tagen noch nicht der Vergangenheit an, geben Sie bitte 2xtäglich eine Augensalbe für Hunde (TERRAMYCIN oder vgl.) in das Unterlied. Bitte verwenden Sie KEINE Augentropfen die für Menschen gedacht sind!!!!

Bitte NICHT mit Kamillosan-Lösung auswaschen. Kamille reizt die Schleimhäute!

Sollte Ihr Hund Husten und/oder Würgereiz zeigen, handelt es sich mit größter Wahrscheinlichkeit um eine Halsentzündung, aber NICHT UM HUSTEN. Sie erkennen das ggf. an dem weißlich-cremigen Auswurf, der durch das Würgen hervorkommt (oft ist auch nur der Schleim im Rachen von recht "klebriger Konsistenz". Dieses würgen ist kein BRECHREIZ. Man erkennt dies daran, dass der Bauchraum keine Muskelkontraktionen zeigt, wie es bei Erbrechen der Fall ist, sondern sich die Würgereize ausschließlich auf den Hals/Kopf-Bereich beziehen.
Schauen Sie in den Fang des Hundes, sie sehen einen roten Rachen evtl. sogar bereits eine rote Zunge.

Sollte dies der Falls ein, wickeln Sie Ihrem Hund einen warmen Schal um den Hals und suchen Sie den Tierarzt auf.

Bei Rüden kommt es oft vor, dass aus dem Penis gelblich bis lindgrüne, trübe Flüssigkeit abgesondert wird. Es handelt sich um Sekret aus dem Präputium (Vorhaut) und ist nicht besorgniserregend. Nehmen Sie bitte ein mit lauwarmem Wasser getränktes Tuch und wischen Sie den Penis Ihres Hundes sauber.

Im Schlimmsten Falle handelt es ich um einen Katharr, der aber ebenfalls mit einfachsten Mitteln in den Griff zu bekommen ist. Hierzu nehmen Sie bitte eine Spritze (ohne Nadel) mit einer Eutertülle (aus weichem Gummi und beim TA für wenige Cent zu erhalten), füllen die Spritze mit lauwarmen Wasser, geben die Flüssigkeit in den Penisschaft (Hohlraum zwischen Vorhaut und Penis), drücken die Penisspitze kurz leicht zusammen und lassen das warme Wasser dann austreten. Nach 2-3 Spülungen ist ihr Bursche wieder "clean".

Ausfluss aus der Scheide einer Hündin sollte genau beobachtet werden. Ist der Ausfluss hellgelb, kann es sich um eine Vaginitis handeln. Das kommt vor und ist nicht besorgniserregend, solange Ihre Hündin keine Sym-ptome wie Mattigkeit, Schmerzempfindlichkeit oder Fieber zeigt. Keinesfalls darf eine Blutbeimengung im Aus-fluss vorhanden sein. Auf alle Fälle den Tierarzt aufsuchen!

Handelt es sich um eine frisch kastrierte Hündin, tasten Sie bitte Bauchraum und Rutenansatz ab. Zeigt Ihre Hündin hier Schmerzempfindlichkeit, sollten Sie die Hündin einem Tierarzt vorstellen (ganz unabhängig von Fieber).

Durchfall kann am Anfang der Eingewöhnung auftreten, er ist sehr oft stressbedingt. Sollte Ihr Hund bei - oder kurz nach – seiner Ankunft Durchfall oder breiigen Stuhl haben, überprüfen Sie bitte noch einmal, WAS Sie ihm in den letzten 1-2 Tagen zu fressen gegeben haben. Waren Leckereien oder Futtergaben die von normalem Trockenfutter abweichen dabei, könnte das der Grund für den Durchfall sein (auch wenn es in Ihren Augen sehr wenig war, was Sie Ihrem Hund gegeben haben!).

Überprüfen Sie bitte auch, ob Ihr Futter WIRKLICH proteinarm und fettreduziert ist!

Bitte füttern Sie kein LIGHTFUTTER und auch keine Schonkost (wie LAMM und REIS, SENSITIV, etc.).

Kochen Sie kein HüHNCHEN MIT REIS. Reis entzieht dem Körper Wasser und hat zur Folge, dass Ihr Hund aus-trocknen könnte. Das gleiche gilt für KARTOFFELN. Die in der Kartoffel enthaltene Stärke entzieht dem Körper Wasser. Kartoffeln können diätetisch bei übergewichtigen Hunden eingesetzt werden (Sättigungsgefühl).

NUDELN enthalten viele Kohlehydrate und begünstigen Durchfall.

Entgegen der allgemeinen Meinung ist es auch NICHT SINNVOLL Ihrem Hund JOGHURT zu füttern. Es ist zwar richtig, dass JOGHURT die Darmflora günstig beeinflusst - aber NUR, wenn der Hund KEINEN DURCHFALL hat bzw. seine Darmflora NACH einem Durchfall wieder stabil ist (Kot ist wohl geformt). DANN schadet ein gelegentlicher Esslöffel Joghurt natürlich nicht.

Das "Kapitel Durchfall" ist sehr umfangreich und kann daher an dieser Stelle nicht ausreichend erklärt werden. Rufen Sie bitte den Ansprechpartner der EU-TIERHILFE Treue Hundeseelen umgehend an, wenn Ihr Hund Durchfall hat. Es ist wichtig zu wissen, wie oft Ihr Hund Kot absetzt, in welcher Konsistenz, Farbe und Geruch.

Parasiten

Schüttelt Ihr Hund ständig den Kopf oder kratzt sich an den Ohren, ist es sehr wahrscheinlich, dass Ihr Hund von Ohrmilben befallen ist. Ein Blick in die Ohrmuschel bringt Gewissheit. Bei schwarzen, kaffeesatzartigen Verschmutzungen der Ohrmuschel, handelt es sich um Milbenbefall. Säubern Sie Ohren mit einem in warmem Wasser getränkten Tuch und geben Sie ORISEL oder PANALOG (oder vlg. Salbe) in die Ohren und massieren Sie diese Salbe ein. Ihr Hund wird wohlig brummen – da es ihm sehr gut tut.

Achten Sie bitte darauf dass das feuchte Tuch nicht tropfnass ist. Es sollte kein Wasser in die Ohrmuschel ge-langen!

Juckreiz und Kratzen am ganzen Körper ist evtl. ein Anzeichen dafür, dass Ihr Hund die Parasitenbehandlung in Spanien nicht vertragen hat. Bitte umgehend den Ansprechpartner bei der EU-TIERHILFE Treue Hundeseelen anrufen.

Gegen Flöhe / Zecken und anderes Getier werden die Hunde in den meisten Fällen bereits in Spanien behan-delt. Sollten Sie dennoch befürchten, dass ihr Hund Flöhe hat, stellen Sie dies ganz einfach fest, indem Sie ein großes, weißes Blatt Papier unter Ihren Hund legen, ihn kräftig abrubbeln, das Blatt samt "staubigem Inhalt" mit einem Pflanzensprüher besprühen und dann fest zusammenfalten. Zeigen sich auf dem Blatt rote Spuren, handelt es sich um Blut, welches im Flohkot enthalten ist. Eine Flohbehandlung ist angesagt.

 

 Zecken bitte immer gerade herausziehen! KEIN ÖL über die Zecke geben. Der "alte Glaube", dass die Zecke unter luftdichtem Einschluss von Öl erstickt ist zwar korrekt, aber in ihrem "Todeskampf" stößt sie ihre Giftstoffe unverzüglich aus und zwar in den Körper Ihres Hundes (BORRELIOSE-Gefahr!).

Als Zeckenprophylaxe haben sich Spot-on-Präparate bewährt. Die handelsüblichen Kunststoffhalsbänder sind hochgiftig und daher nicht empfehlenswert. Besonders gut (und im Preis-Leistungsverhältnis ideal) sind die Kunststoffhalsbänder "XALIBOR" der Fa. Intervet. Sie halten eine ganze Saison, sind in verschiedenen Größen erhältlich und dennoch erschwinglich.

Bitte tropfen Sie kein TEEBAUMÖL auf den Nacken Ihres Hundes. Es ist eine Zumutung für seine extrem sensible und empfindliche Nase. Das gleiche gilt für mit ätherischen ölen getränkte Stofftücher, die zwar nett aussehen, aber die Nase Ihres Hundes ebenfalls SEHR strapazieren!

Ggf. könnte auch Wurmbefall der Auslöser für Durchfall sein.
Bitte schauen Sie in den Impfausweis des Hundes. Hier ist das Datum der letzten Entwurmung eingetragen.
Notfalls muss Ihr Hund erneut entwurmt werden. Sind Sie nicht sicher, ob Ihr Hund von Würmern befallen ist achten Sie darauf, ob er einen guten Appetit hat, aber dennoch nicht zunimmt. Wenn Sie ganz sicher gehen wollen, bringen Sie eine Kotprobe zum Tierarzt. Es gibt Ihnen Gewissheit und erspart Ihrem Hund evtl. unnötige "chemische Keulen".

GRUNDSäTZLICH gilt bei allen hier aufgeführten "Wehwehchen", dass Ihr Hund kein Fieber haben darf! Wenn Sie unsicher sind, scheuen Sie sich bitte nicht Ihren Ansprechpartner der EU-TIERHILFE Treue Hundeseelen anzurufen. Besser ein Anruf zu viel als zu wenig!

Grundsätzliches zum Umgang mit Hunden

Hunde aus dem Tierschutz haben meistens eine unbekannte Vorgeschichte. Daher ist es wichtig, dass Sie, je nach Verhalten der neuen "Nase", richtig reagieren.

Viele unserer Hunde kennen Halsband und Leine nicht. Zwingen Sie ihr neues Familienmitglied NIEMALS mit Gewalt, an der Leine mitzulaufen. Wenn der Hund Unsicherheiten oder Abneigung gegen Halsband und Leine zeigt, hocken Sie sich hin, machen sich klein und locken Sie ihn mit Leckereien und/oder netten Worten. Die Leine sollte NIEMALS straff sein, sondern immer leicht durchhängen. Wichtig ist, dass der Hund FREIWILLIG zu Ihnen kommt bzw. mitläuft.

Sollte der Hund an der Leine herumspringen, oder ziehen: Bleiben Sie stehen. Gehen Sie keinen Schritt weiter. IGNORIEREN Sie sein Verhalten (das ist manchmal gar nicht leicht!). Erst, wenn er sich beruhigt hat, setzen Sie den Spaziergang fort.

Wenn der Hund sie ständig anspringt drehen Sie sich einfach um und lassen ihn "ins Leere" springen... DAS versteht er und wird es nach wenigen Versuchen aufgeben.

Sollte Ihr Hund bei Dunkelheit Angst zeigen, das Haus nicht verlassen wollen oder Angst vor fremden Gegenständen, wie Fahrrad, Mülleimer, Parkbank haben, nehmen Sie ihn an die Leine und führen Sie ihm mit ruhiger Stimme zu dem "Monster" mit durchhängender Leine, das wirkt in den meisten Fällen Wunder. Bitte ein Nachtlämpchen brennen lassen die ersten Tage.

Wenn Ihr Schützling auf Rufen nicht kommt, gehen Sie in die Hocke und rufen ihn freundlich. Sollte er ausweichen wenn Sie auf ihn zugehen, gehen Sie im Halbkreis langsam seitlich auf ihn zu und wenden Sie den Kopf etwas ab. Ihr Verhalten signalisiert, dass Sie freundlich gestimmt sind... und in den meisten Fällen wird er nicht mehr weglaufen wollen.

Starren Sie Ihrem Hund bitte nicht in die Augen oder beugen sich über ihn, obwohl Sie beide sich noch gar nicht richtig kennen. Das "Anstarren" ist für ihre neue Nase sehr unangenehm, sozusagen eine Herausforderung zum Streit. Es verunsichert Ihren Hund sehr... (...haben Sie ihn doch gerade gestreichelt!).

Sollten Sie in Ihrer Familie bereits vierbeinige Mitglieder leben, ist die "Familienzusammenführung" am friedlichsten, wenn Sie den „Neuling“ erst einmal in aller Ruhe den Garten oder die Wohnung beschnuppern lassen und erst nach 5-10 Minuten Ihre eigenen Hunde dazu nehmen.
Denn wenn sich der „Eindringling“ vor den eigenen Hunden auf dem Grundstück oder im Haus befindet, bevor die „Alteingesessenen“ hinzukommen, ist es für alle Beteiligten einfacher. Die eigenen Tiere fühlen sich nicht überfallen und die „neue Nase“ kann im Vorfeld schon „erriechen“, dass hier noch mehr Pelztiere leben.

In den meisten Fällen gilt: Unerwünschtes Verhalten ignorieren, erwünschtes Verhalten ausgiebig loben. Aber am wichtigsten ist Ihre Konsequenz!

Es gibt viele Fragen, die auf Sie zukommen können – wir sind immer für Sie da!

Nun bleibt uns nur noch, Ihnen viel Freude mit Ihrem neuen Familienmitglied zu wünschen und Sie eindringlich darum zu bitten, gut auf Ihren Schützling aufzupassen und für ihn zu sorgen!!!

 

 

 
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